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PERSÖNLICHKEIT (GE)FRAGT |
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Die Nachfrage nach Persönlichkeit ist groß, das Angebot knapp. Leider kann man Persönlichkeit nicht kaufen oder klonen, die muss einfach wachsen. Um sie zu finden, werden bei einem Drittel aller Einstellungsverfahren Persönlichkeitstest durchgeführt. Worum geht es?
Der bekannte deutsche Abi-Messeveranstalter „Einstieg“ hat nachgefragt und erhielt von Firmen und Hochschulen folgende Auskunft: 40% der Bewerber fehlt Persönlichkeit und 30% mangelt es an sozialer Kompetenz. Da lag es nahe auf der Messe in Köln zu einer Expertenrunde mit dem Thema „Persönlichkeit gefragt! Was Arbeitgeber und Dozenten von der Jugend von heute erwarten“ einzuladen.
Als Freude am dienen definierte Marga Cretton (César Ritz College) die Persönlichkeit. Da hat sie für die Hotellerie bestimmt Recht. Wer dem Gast nicht dienen will, der hat in dieser Branche nichts zu suchen.
Der Volkswirt Oliver Stoisiek (Deutsche Bank) gab zu, dass er eigentlich immer noch auf der Suche nach seinem Traumjob sei. Er riet deshalb, uns Zeit zu geben, und uns nicht von Bewerberzahlen und Anforderungen entmutigen zu lassen. Für den erfahrenen Psychologen und Testexperten Thomas von Krafft (youngworld) zeichnet sich eine Persönlichkeit durch Fachwissen und Soft-Skills aus. Die brillante Frau Dr. Dahm (Skylight) verstand unter Soft-Skills vor allem Handlungskompetenz und Teamarbeit. Eine Persönlichkeit beschrieb sie als jemand, der auch selbst fragt.
Unter Persönlichkeit versteht also jeder Experte etwas anderes. Wir sollten uns deshalb keine allzu großen Gedanken über dieses Thema machen. Wenn wir versuchen authentisch zu bleiben, dann sind wir auf dem richtigen Weg. Das wird uns nicht immer gelingen, aber das macht nichts. Eine Persönlichkeit wird man nicht über Nacht, die muss man entwickeln, und das braucht Zeit. Wir sollten deshalb auch etwas Geduld mit uns haben, wenn unsere Persönlichkeit noch im Werden ist. Hauptsache wir verbiegen uns nicht, denn dann wachsen wir in eine Schieflage und verkrümmen unsere Wirbelsäule. Von dort aus ist es sehr schwierig, den aufrechten Gang wieder zu erlernen.
Wenn wir also unsere Träume nicht verraten und unsere Interessen verfolgen, dann werden wir bei den Vorstellungsgesprächen ganz automatisch danach fragen, ob es Gemeinsamkeiten zwischen der Firma oder der Hochschule und uns gibt. Damit geben wir klar zu erkennen, dass wir zwar unser Bestes leisten wollen, aber es nur dort können, wo auch die Voraussetzungen dafür bestehen. Wenn das unser zukünftiger Partner nicht wünscht oder nicht bieten kann, dann haben wir dort auch nichts verloren.
Uns ist das egal, denn bevor wir in eine Sackgasse laufen, arbeiten wir lieber noch etwas an unserer Persönlichkeit, denn die ist heute gefragter denn je.
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Hilfsarbeiter, nein Danke | Dabei sein ist nicht alles
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