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DEN ELTERN NICHT ZUR LAST FALLEN
 

„Ich kann nach dem Abi nicht tun was ich will, denn das würde meinen Eltern Geld kosten, und die legen sich jetzt schon krumm für mich.“

Ein sehr nobler Einwand auf meinen Rat, dass wir das lernen oder studieren sollten was uns wirklich Spaß macht.
Der Direktor der Yale University hätte wahrscheinlich geantwortet: „Bildung ist teuer, dass stimmt, aber versuchen sie es doch einmal ohne Bildung.“ Aber wir sind nicht in Amerika, und bei uns hat Bildung wenig mit Geld zu tun. Kaum ein Akademiker oder Lehrling weiß so richtig, was seine Ausbildung den Steuerzahler oder den Betrieb gekostet hat. Allerdings ist das ein gesellschaftliches Thema und hilft dem ehrlichen jungen Menschen nicht weiter.

Aber können wir nun das studieren wozu wir Lust haben, auch wenn wir unseren Eltern für den Lebensunterhalt nicht mehr zur Last fallen möchten?

Wie immer im Leben gibt es zwischen uns und unseren Zielen einen Weg, und auf diesem Weg liegen Steine. Das ist immer so, ganz egal was unser Ziel ist. Und obwohl uns die Steine viel Kopfzerbrechen bereiten, sind sie in Wirklichkeit unsere Freunde. Sie zwingen uns, noch einmal sehr genau darüber nachzudenken, ob uns das Ziel dahinter wirklich so wichtig ist, und ob wir es wirklich unbedingt erreichen wollen.

Die erste Bewährungsprobe hat also mit Geld gar nichts zu tun.
Ist uns das Ziel wirklich wichtig, dann müssen wir uns überlegen wie wir es erreichen können. Meistens führen mehrere Wege dorthin. Ein klassisches Studium, ein duales Studium, Berufsakademie, eine Lehre mit anschließender Spezialisierung, eine Privatuniversität, eine Militärhochschule … und was es sonst noch gibt.

Privatuniversitäten sind am teuersten, aber vielleicht eine gute Lösung. Viele dieser Unis finanzieren das Studium vor, auch die elitäre Bucerius Uni in Hamburg. Dort weiß man natürlich, dass Akademiker gebraucht werden. Die demografische Entwicklung und die fortschreitende Dienstleistungsgesellschaft schaffen eine große Nachfrage. Die Absolventen werden also gut verdienen und können den Vorschuss leicht zurückzahlen. Darauf sind auch die Banken gekommen und arbeiten an verschiedenen Finanzierungsmodellen für Studenten. Auch Stipendien stehen bereit, und Firmen auf ihrer Suche nach gutem Nachwuchs, sind ebenfalls Ansprechpartner zur Finanzierung.

Wenn uns das alles nicht so liegt, dann müssen wir uns im Verwandten- und Bekanntenkreis umsehen. Wenn wir drei Leute finden, die uns 200 Euro monatlich vorfinanzieren, dann haben wir es geschafft. Das ist auch gleichzeitig eine gute Übung in Kommunikation und Soft Skills.

Wir werden also wegen ein paar Euro unsere Träume nicht aufgeben und uns auch nicht über unsere Schulden ärgern, sondern uns freuen, dass wir kreditwürdig sind und das studieren können was uns wirklich Spaß macht.

www.bafög.bmbf.de
www.stiftungsindex.de
www.kfw.de
www.bildungsfonds.de


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