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WAS HAT DER WECKER MIT DER BERUFSWAHL ZU TUN? |
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Der Wecker erinnert uns täglich daran wie wir unseren Beruf gewählt haben. Sind wir unseren Talenten und Neigungen gefolgt, oder haben wir uns nach der Meinung anderer Leute gerichtet?
Im ersten Fall werden wir in der Regel leicht aufstehen, denn uns erwarten interessante Aufgaben. Im zweiten Fall werden wir vielleicht einen zweiten Wecker brauchen oder uns die Bettdecke noch einmal über die Ohren ziehen, denn der Tag beginnt viel zu früh. Leider befindet sich die große Mehrheit in der zweiten Situation.
Seit über 20 Jahren kommt das Gallup Institut zu den gleichen Ergebnissen: Ca. 70% der Erwerbstätigen befinden sich in der inneren Kündigung, d.h. sie üben einen Beruf aus, der sie eigentlich überhaupt nicht interessiert. 15% haben bereits gekündigt, und nur 15% sind mit dem was sie machen, wirklich zufrieden.
Da diese erschreckenden Ergebnisse für alle Berufe zutreffen, müssen wir alle etwas falsch gemacht haben. Und genau so ist es auch, wir haben alle nicht an den Wecker gedacht!
Aus den unterschiedlichsten Gründen haben wir uns zu sehr von außen beeinflussen lassen. Daran hatten unsere Eltern mit über 50% den größten Anteil. Dann kamen noch die Einflüsterungen der Medien, der Schule, der Berufsberater, der Mitschüler und der Modeberufe dazu.
Gute Ratschläge sind zwar willkommen, aber kein einziger Ratgeber muss aufstehen, wenn morgens unser Wecker klingelt. Daran sollten wir bei der Studien- & Berufswahl denken und besser etwas mehr auf uns selbst hören. Dabei können uns einfache Fragen helfen: Was interessiert mich? Was fällt mir leicht? Was macht mir Spaß? Wie will ich leben?
Aber fragen allein hilft auch nicht. Erst wenn wir die Antworten aufschreiben sind wir auf dem richtigen Weg. Denn die Gedanken sind wie die Ideen des Architekten, wichtig, aber nicht ausreichend. Nur wenn die Gedanken in einem Plan festgehalten sind, kann der Maurer ein Haus bauen, und erst dann werden Gedanken sichtbare Wirklichkeit. Das kostet Zeit, aber es lohnt sich.
Man sollte für seine Studien- & Berufswahl so viel Zeit investieren wie für seinen Führerschein. Damit hat man die Wahrscheinlichkeit, dass man einen zweiten Wecker braucht, bereits um die Hälfte reduziert.
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Den Eltern nicht zur Last fallen | Die Handwerkskammer sucht, Herr Effenberger auch
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