„Gedacht wird in Termini der eigenen Marktgängigkeit … Träume erlauben sich nur wenige“ steht klar und deutlich in der letzten und sehr renommierten Shell-Jugendstudie.
Sehr schade, denn ohne Traum gibt es nun einmal keinen Traumberuf.
Die Studien- & Berufswahl ist nicht einfach. Die Hälfte aller Universitätsstudenten revidiert ihre Entscheidung - entweder brechen sie das Studium ab oder wechseln den Fachbereich. Bei den Lehrlingen sieht es nicht anders aus. Ein Fünftel bricht ab und im Handwerk ist es fast ein Viertel.
Der Hauptgrund all dieser Fehlentscheidungen ist die äußere Beeinflussung durch Eltern, Medien, Schule, Berufsberater, Modeberufe usw. Da wir unsicher sind, lassen wir uns davon viel zu viel beeinflussen. Das ist zwar verständlich, aber leider müssen wir sehr bald erkennen, dass keine dieser äußeren Einflusspersonen aufstehen muss, wenn bei uns morgens der Wecker klingelt. Dann müssen wir aufstehen - und sonst niemand. Hoffentlich wird uns spätestens dann klar, dass die Berufs- & Studienwahl etwas ganz Persönliches ist, dass der Markt zu uns passen muss und wir uns nicht für den Markt verbiegen sollten. Wir spielen nun einmal die Hauptrolle in unserem Leben und nicht der Markt oder unsere besorgte Großmutter.
Deshalb beginnt jede erfolgreiche Studien- & Berufswahl bei uns selbst.
Wir müssen herausfinden, wo unsere Talente liegen, was uns interessiert, wofür wir gern aufstehen würden. Diese schwierige Aufgabe ist so alt wie die Welt. Bereits Cicero meinte vor 2000 Jahren, dass die Wahl der Tätigkeit die schwierigste aller Entscheidungen ist und man sich vor der Wahl erst einmal seiner eigenen, natürlichen Neigungen bewusst werden sollte. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Wir sollen unsere Berufswahl nicht danach richten, was derzeit vom Markt verlangt wird oder welche Berufe gerade in Mode sind, sondern wir sollen nach innen schauen.
Erst wenn wir wissen, wo unsere ganz persönlichen Stärken und Interessen liegen, können wir den Beruf wählen, der wirklich zu uns passt. Dann haben wir die besten Chancen, erfolgreich zu sein, und erst dann können wir auch der Gesellschaft das Beste geben. Unsere Träume sind ein wichtiger Schlüssel zu unserer Selbstfindung. Ohne Träume geht gar nichts.
Denn wie können wir unseren Traumberuf finden, wenn wir uns nicht zu träumen trauen?
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