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ÄRZTIN |
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Medizin und NC
Ich suche nicht, ich finde, hat Picasso gesagt, und mir ging es mit meiner Berufswahl ebenso. Allerdings hätte ich auf den Fund gern verzichtet und lieber gesucht, aber das Leben lässt sich nicht immer Maßschneidern.
Also es war so, ich hatte mir beim Feldhockeyspielen einen Schienbeinlängsbruch zugezogen und der verursachte erhebliche Probleme. Dadurch war ich gezwungen verschiedenen Ärzte aufzusuchen und eine Reihe von Physiotherapien zu machen. Das gab mir einen guten Einblick in die Heilkunde, und da ich alles wissen wollte, beschäftige ich mich intensiv mit der Medizin.
Damals war ich in der 10. Klasse und dachte überhaupt noch nicht an einen Beruf. Aber mein ältere Bruder hatte zu jener Zeit gerade Abi gemacht und war auf der Suche nach einem Beruf oder einem Studium. Deshalb kam ich mit dieser Fragestellung in Berührung und konnte mir auf einmal den Beruf einer Ärztin sehr gut vorstellen.
Mein Schulpraktikum machte ich dann auch gleich bei einer Physiotherapeutin und nach dem Abi ein 9-wöchiges Pflegepraktikum auf einer Kinderstation. Dort konnte ich bei Operationen hospitieren, habe im Labor rumgefummelt und sogar eine pathologischen Obduktion gesehen. Das mir die Ansicht von toten Menschen nichts ausmacht wusste ich bereits, denn aufgrund eines Ratschlags eines befreundeten Medizinstudenten hatte ich bei den Unitagen schon meine Erfahrung in der Pathologie gemacht. Also alle Weichen waren auf Dr.med. gestellt. Leider gibt es den NC und den konnte ich nicht erfüllen. Meine Eltern habe mich zwar auch hier tatkräftig unterstützt und einen Rechtsanwalt eingeschaltet, aber es half alles nicht.
Da ich aber nun mal "Blut geleckt" hatte, ließ mich die Medizin nicht mehr los. Erst wollte ich die Wartezeit mit einem Rettungssanitäterkurs überbrücken, aber der kostet viel Geld und man ist nur Handlanger des Notarztes. Dann dachte ich auch an eine Lehre als Krankenschwester, aber das ist nichts für mich, ich will irgendwie tiefer in die Materie reinkommen. Zum Schluß hatte ich dann doch noch Glück und habe einen Ausbildungsplatz in der renommierten Charité in Berlin bekommen. Dort werde ich in 3 Jahren zur Physiotherapeutin ausgebildet. Das finde ich gut, darauf freue ich mich. Im Oktober geht’s los. Ob ich danach noch Medizin studiere, kann ich jetzt nicht sagen, will mich auch nicht festlegen. In drei Jahren kann ich mein eigenes Geld verdienen, bin unabhängig und werde dann entscheiden wie mein Leben weiter gehen soll.
Viel Spaß bei euerer Suche Levke
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Sänger | Hausfrau
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