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FILMWISSENSCHAFT
 



 

Wo die Worte aufhören, beginnt die Musik …

… sagte E.T.A. Hoffmann, und in dieser Welt bin ich auch aufgewachsen. Meine Eltern besuchten beide das Landesgymnasium für Musik im Harz und auch ich machte dort mein Abi. Meine Leistungsfächer waren Klavier, Gesang und Chor. Meine Eltern ermutigten mich zwar Musik zu studieren, aber ich habe es mir anders überlegt.
Um mit Musik sein Geld zu verdienen, muss man außergewöhnlich gut sein, und selbst dann ist eine feste Anstellung sehr selten. Das wollte ich mir nicht antun, brauchte ich auch nicht, denn meine wirklich große Leidenschaft ist der Film. Alles was mit der großen Leinwand zu tun hat, finde ich interessant. Allerdings schaue ich am liebsten anspruchsvolle Filme und schreibe darüber gerne Analysen. Deshalb kann ich mir später auch eine Tätigkeit als Journalistin oder Filmkritikerin vorstellen, aber das ist noch lange hin.

Nach dem Abi brauchte ich erst einmal etwas Luft. Ich wollte nicht gleich mit dem Studium beginnen, wollte mir eine Auszeit gönnen und meine Ziele noch einmal etwas hinterfragen.

Eine Freundin machte mich auf die Internetseite für Animateurinnen aufmerksam. Dort habe ich eine Schweizer Hotelkette angeschrieben. Leider konnte ich wegen des späten Abis erst Ende Juli anfangen, und da hatte die Sommersaison schon lange begonnen. Also erst einmal nichts. Dann kam aber aus heiterem Himmel ein Anruf. Eine Animateurin hatte vorzeitig gekündigt und es wurde eine Stelle in Spanien frei. Dort bin ich jetzt auch gelandet. Ich betreue Kinder, und das macht mir richtig Spaß. Meine musikalische Ausbildung kann ich gut anwenden, und das ist ebenfalls eine schöne Erfahrung.

Mein Studium der Filmwissenschaften werde ich im Wintersemester 2006 an der FU in Berlin aufnehmen. Vielleicht gibt es dann einen NC, aber das sollte ich schon schaffen. Vor meiner Abreise habe ich mich am Institut etwas umgesehen, und es hat mir gut gefallen. Ich habe einige Informationen mitgenommen und auch einmal ins Vorlesungsverzeichnis geschaut, alles sehr interessante Themen. Berlin liegt sehr nahe an den Filmstudios in Potsdam-Babelsberg, und vielleicht kann ich dort schon einmal Beziehungen knüpfen oder gar eine Zusatzausbildung absolvieren.

Ich bin der Meinung, dass wir in einer sehr visuellen Welt leben, und die Medien eine gute Zukunft haben. Aber am wichtigsten ist mir, dass ich etwas tue, was mir auch wirklich Spaß macht. Und Musik, Film und Schreiben sind eben meine Leidenschaften.

Bis demnächst im Kino
Anne




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