Sie sind hier: Infos Newsletter  
 INFOS
Video-Galerie
My Story
Newsletter
News+News+News
Messetermine
Messefotos
Vortragsthemen
Links
Presse
Top-Bewerbung

GABI WOLLTE TÄNZERIN WERDEN
 

Sie sahen aus wie ein Pärchen auf Hochzeitreise, aber sie machten nur einen "Probelauf,“ auch nicht schlecht.

Peter war Bauingenieur und Gabi studierte Deutsch im ersten Semester. Die Sprache kam aufs Tanzen, und ihre Augen glänzten auf einmal noch mehr.

"Das wollte ich eigentlich werden, eine Tänzerin.“
"Und?“
"Nun ja,“ und ihr Gesicht verwandelte sich plötzlich zu einem Gemisch aus Lottogewinn und Mülleimer, "ich glaube, es wäre nicht gegangen.“
Dann kamen die Begründungen; unsichere Arbeit, immer unterwegs, viel Konkurrenz, wenig Geld. "Und was macht man im Alter?“ fragte Peter, der das Thema offenbar bestens kannte, "von Rentenversorgung möchte ich gar nicht erst sprechen.“
Das waren natürlich alles vernünftige Gründe und schlecht zu widerlegen, aber waren sie wirklich wichtig? Sollte man deshalb seinen Traum so schnell aufgeben?
Wäre es nicht viel besser gewesen, es zumindest einmal ernsthaft zu probieren? Sich selbst eine Chance zu geben? Seinen Traum ernst zu nehmen?

Gabi hätte sich in einer professionellen Tanzakademie einschreiben können um dort die Welt der Tänzerin hautnah zu erleben, zu erfahren wie die tägliche Arbeit einer Tänzerin aussieht. Den Schweiß zu riechen, über die fortlaufenden Änderungen der Choreografie zu schimpfen, die körperliche Belastung zu spüren, die Musik richtig zu hören, den Konkurrenzkampf zu erahnen, natürlich auch den Stress und das Lampenfieber vor der Vorstellung mitzubekommen. Das Lachen, die Kameradschaft, die Umarmungen, den Applaus zu erleben, einfach alles, was das Leben einer Tänzerin ausmacht.

Das hätte vielleicht vier Wochen oder sechs Monate gedauert, aber dann wäre es zu einer bewussten Entscheidung gekommen und Gabi hätte nicht bereits beim ersten Gegenwind ihren Traum verraten, um ihn ein Leben lang im Rucksack der verpassten Gelegenheiten mitschleppen zu müssen.
Die auf den ersten Blick so vernünftigen Argumente waren also in Wirklichkeit für Gabi völlig unwichtig. Geld und Altersversorgung sind Zahlen und haben mit Leben und Glück nichts zu tun, denn: "Je mehr Vergnügen Du an Deiner Arbeit hast, desto besser wird sie bezahlt.“ (Marc Twain)

Gabi konnte leider die falschen Argumente nicht entlarven. Hätte sie sich in den Mittelpunkt ihres Lebens gestellt und ihren Traum verteidigt, sie hätte vielleicht eine Chance gehabt. Aber wer kann das schon? Das ist nicht einfach. Besonders in jungen Jahren, wo man nie richtig weiß was man eigentlich machen soll, fällt das schwer. Leider muß man es lernen, es versuchen oder zumindest sich damit beschäftigen. Genau das machen wir hier. Denn nur wenn wir uns selbst ernst nehmen, werden wir auch ernst genommen.

Wie man’s richtig macht zeigt uns Marie. Nach dem Abi konnte sie Schulen nicht mehr riechen und erfüllte sich ihren Traum. Sie reiste für ein Jahr um die Welt um andere junge Menschen im gleichen Alter zu treffen und zu erfahren was die denn so treiben. Berlin, Havanna, Buenos Aires, San Francisco, Hanoi, Jerusalem, Tbilissi und Helsinki waren ihre Stationen. Aber nicht nur das, sie schrieb auch noch ein Buch darüber: "Maries Reise“ erschienen bei Rogner & Bernhard, ISBN 3-8077-0169-9.

Natürlich kann Marie jetzt in Ruhe studieren, denn ihren Traum braucht sie nicht mehr mit sich rumzuschleppen.
Obwohl in den hier beschriebenen Beispielen von Abiturientinnen die Rede ist, gilt das Gleiche für Haupt-, Realschulabsolventen wie auch für Jungakademiker. Wir alle sollten uns in den Mittelpunkt unseres Lebens stellen und unsere Träume verteidigen. Wenn uns das Leben schon vor Herausforderungen stellt, dann sollten wir uns nicht noch zusätzlich selbst Barrieren in den Weg stellen, denn:

"Träume nicht Dein Leben, sondern lebe Deinen Traum!" (Unbekannter Autor).

Bis bald
Carl




Die Macher | Künstlerinnen entdecken sich selbst