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HILFSARBEITER, NEIN DANKE |
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Europa hat sein Ziel nicht erreicht. Anstatt den Abstand der Produktivität zu Amerika zu verringern, sind wir Europäer weiter zurück gefallen. Das liegt zum Teil an der wesentlich höheren Arbeitslosenrate in Europa, aber vor allem an unseren geringen Investitionen für Forschung und Entwicklung. Anstatt die Ausgaben auf 3 Prozent des Bruttosozialproduktes zu erhöhen, so wie es in der Lissabon-Agenda verlangt wird, liegen die derzeitigen Aufwendungen bei mageren 1,9 Prozent. Wollen wir mit Amerika und Asien mithalten, dann müssen wir mehr in unsere Zukunft investieren.
Aber es geht nicht nur um das Geld, unsere Bildungsanstrengungen sind genauso wichtig. Denn je mehr Hilfsarbeiter ein Land hat, desto düsterer sind seine Zukunftsaussichten.
Wie wichtig die Qualifikation der Bürger für eine Volkswirtschaft ist kann man am Beispiel Österreichs erkennen. Dort gibt es zwar nur eine Arbeitslosenquote von 4,5 Prozent und damit weniger als in den USA oder Großbritannien, aber dennoch wird kräftig in die Ausbildung investiert. Das Arbeitsamt (AMS) weiß ganz genau, dass Hilfsarbeiter und minder qualifizierte Arbeitskräfte in einer modernen Gesellschaft wie Österreich kaum vermittelbar sind. Deshalb gibt diese Behörde fast zwei Drittel ihres Budgets für die Aus- und Weiterbildung der Arbeitslosen aus. Und obwohl die Erfolgsquote der späteren Vermittlung bei 70 Prozent liegt klagen Firmen immer noch, dass sie kein geeignetes Personal finden.
Davon wissen allerdings auch die Amerikaner zu berichten. Im Mutterland des „Training on the Job“ reicht für 80 Prozent, der am schnellsten ansteigenden Stellenangebote, der Highschool Abschluss nicht mehr aus, berichtete der dortige Arbeitsminister und erhöhte das Budget für Aus- und Weiterbildung um satte 12 Prozent.
Für uns sind das gute Nachrichten, denn wir werden gebraucht. Allerdings nur dann, wenn wir eine Qualifikation haben. Suchen wir uns dann noch den Beruf aus, der uns wirklich Spaß macht, dann stehen uns nicht nur alle Türen offen, sondern wir werden auch entsprechend entlohnt.
Denn: „Je mehr Vergnügen du an deiner Arbeit hast, desto besser wird sie bezahlt.“ Marc Twain
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Nachwuchsmangel zeichnet sich ab | Persönlichkeit (ge)fragt
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